Geschichte

An diesem malerischen Standort gab es im 13. Jahrhundert schon eine Mühle, die zu dem kleinen wendischen Dorf Sagritz gehört und den Namen „Sagritzer Mühle“, später „Wuschack-Mühle“, eine Bezeichnung aus der wendischen Sprache, trug.

Abseits von der heutigen B 96, in einem idyllisch gelegenen Laubwald an der  Dahme, befindet sie sich noch heute und trägt den Namen „ Kanow-Mühle “. Der Eisvogel und die gelbe Bachstelze haben an den Ufern des noch kleinen Flüsschens Dahme ihre Brutstätte und im Herbst sehen wir die Kraniche sich auf den Feldern zu ihrer weiten Reise in den Süden sammeln.

Der Besucher der Kanow-Mühle kann sich in ihren drei Stockwerken über die Arbeit des Müllers viel erzählen lassen.

An Höhepunkten des Jahres wird wie in alter Zeit über die Mühlsteine geschrotet. Dann zieht herrlicher Mehlgeruch durch die Mühle und der Besucher wird in die vergangene Zeit zurückversetzt, als noch die jungen Burschen und Mädchen zum Ölschlagen zur Mühle fuhren.

Ja , so war es vor 100 Jahren, aber vor 200 Jahren war es noch interessanter.  “ Wuschack “ Mühle heisst  “ kleines Wäldchen hinter dem Berg „. Die Spreewälder reden ja immer von der “ Kanno “ Mühle und wissen leider nicht um die Geschichte, die sich vor 200 Jahren zugetragen hat. Die Müllerfamilie Kahnow in Neu Zauche bei Lübben, wohnte in der  „Kanno Mühle,“  sehr entfernt von dem Dorf und war fleißig und machte Mehl und Schrot für die Bauern der umliegenden Dörfer. Karl Christian war der älteste Sohn und langsam erwachsen, so sagte der Müller zu seinem Sohn:  “ geh‘ in die Welt und such Dir eine Frau, am besten eine mit einer Mühle, denn unsere Mühle kannst Du nicht erben, es sind ja noch mehr Söhne, die auch mit der Mühle arbeiten wollen.“ So zog Karl Christian noch mit einer Handvoll Taler vom Vater gegeben, in die Welt. Als erstes kam er an der Dubkow – Mühle vorbei und es sagte ihm auch gleich die Müllerstochter  zu, die zur Mühle gehörte. Es war Johanna Christiane Lehmann 1788 geboren – seine Cousine – nun, zu der damaligen Zeit waren sowieso alle Müller im Spreewald miteinander verwandt, die mit ihm zog.  In den Kirchenbüchern von Sagritz ist die Hochzeit der beiden  mit dem Jahr 1807 angegeben.Es wird vermutet, das er die Windmühle von Mattheus Neumann in Sagritz übernommen und später auch geerbt hat.  Erst in dem Jahr 1815 ersteigerte Johann Christian Karl Kahnow die Wuschak Wassermühle in Sagritz. Fortan hieß die Mühle nun Kanow – Mühle Sagritz. Sollte sich der Leser über die verschiedene Schreibweise keine Gedanken machen. Sie hat sich ebend in den Jahren ständig verändert. Aber die Verbindung zur Kanno Mühle in Neu Zauche ist damit belegt.