Gesundheit aus der Müllerstube – Was ist Ölkuchen?

Was ist eigentlich dieser Ölkuchen?? Kann man das wirklich essen? Dies und vieles mehr werden wir oft von unseren Kunden gefragt. Ja, man kann ihn essen, diesen Ölkuchen. Aber was genau ist er und was kann man damit machen? Lesen Sie hier etwas über dieses wunderbare Naturprodukt:

Der Leinsamen Ölkuchen besteht aus dem Pressrückstand, welcher bei der traditionellen, handwerklichen Leinölherstellung, wie sie in der Kanow-Mühle betrieben wird, entsteht. Als eine der letzten Ölmühlen Deutschlands produziert die Kanow-Mühle auf diese traditionelle Weise und ist somit nicht mit den industriellen Ölmühlen vergleichbar. Alle Öle werden in einer schonenden Kaltpressung hergestellt, folglich ist auch der Pressrückstand von entsprechend einzigartiger Qualität. Es handelt sich bei diesem Rückstand um ein, für die Gesundheit äußerst wertvolles, Nahrungsergänzungsprodukt, das seinen Namen historischen Begebenheiten und seiner Form zu verdanken hat. Früher brachten die Menschen ihren geernteten Leinsamen zur nächsten Mühle und ließen ihn dort von dem ansässigen Müller zu Öl verarbeiten. Nach Hause gingen sie mit dem frischen Leinöl und dem Pressrückstand, der die Form einer runden Scheibe hatte und so wie ein Kuchen aussah. Der Ölkuchen konnte dann zu Hause zum Beispiel zu Brot weiterverarbeitet werden.

Noch heute hat der Pressrückstand in der Kanow-Mühle die Form einer runden Scheibe. Zerkleinert wird er mit dem sogenannten Kuchenbrecher, entweder in grobe Stücke oder in feines Mehl. Erstgenanntes wird vor allem in der Tierfütterung verwendet, letzteres dient dem menschlichen Verzehr.

Der Leinsamen Ölkuchen enthält noch ca. 10 % Öl und kann vielfältig genutzt werden. Durch den sehr hohen Ballaststoff-Anteil unterstützt er die bei Menschen oft vorkommende Darmträgheit. Des Weiteren sind im Leinsamen Ölkuchen Lignane (Pflanzenhormone) enthalten, die sich ähnlich wie menschliche Hormone verhalten und besonders dann unterstützend hilfreich sind, wenn der menschliche Hormonhaushalt, beispielsweise durch schwere Krankheit, nicht mehr in der Lage ist, sich selber zu helfen.

Der Leinsamen Ölkuchen kann zum Beispiel Müsli oder Joghurt beigemischt, aber auch zum (glutenfreien) Brotbacken verwendet werden. Bei letzterem sollte allerdings ausreichend Wasser hinzugefügt werden, da der Ölkuchen aufquillt. Im Allgemeinen ist es empfehlenswert, den Leinsamen Ölkuchen einige Zeit vor dem Verzehr einzuweichen, damit seine Wirkstoffe optimal vom Organismus aufgenommen werden können.

Der Leinsamen Ölkuchen der Kanow-Mühle ist frei von jeglichen Zusatzstoffen und somit ein reines Naturprodukt.

Hat der Ölkuchen Ihr Interesse geweckt? Dann decken Sie sich gleich in unserem Online-Shop damit ein!

 

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6 Gedanken zu „Gesundheit aus der Müllerstube – Was ist Ölkuchen?

    • Hallo Frau Merkel,
      beim Ölkuchen handelt es sich um den Pressrückstand, der beim Pressen des Öls entsteht. Er hat zunächst die Form einer runden Scheibe und wird mittels eines sogenannten Kuchenbrechers zerkleinert. Für den menschlichen Verzehr wird der Ölkuchen besonders fein zerkleinert, sodass er die Konsistenz ähnlich eines Mehls hat. Kerne finden Sie folglich nicht mehr in dem Ölkuchen. Trotzdem raten wir dazu, den Ölkuchen einige Stunden vor dem Verzehr in Wasser (oder auch Milch) einzuweichen, damit er aufquellen kann. So können die wichtigen Nährstoffe optimal vom Organismus aufgenommen werden. Aus diesem Grund ist der Ölkuchen beispielsweise dem Leinsamen (als ganzes Korn) vorzuziehen, da in diesem die Nährstoffe erst freigesetzt werden müssen, das heißt das Korn muss aufgebrochen werden.
      Es grüßt Sie herzlich, das Team der Kanow-Mühle

  1. Wie lange sind die Ölkuchen geöffnet und gekühlt haltbar? Insbesondere der Leinöl-, Kürbiskern- und Schwarzkümmelölkuchen.

    Danke für Ihre Antwort.
    Grüsse
    Yvonne

    • Hallo Yvonne,

      sowohl der Ölkuchen des Leinen, des Kürbis und des Schwarzkümmel enthält noch ca. 10-12 % Öl. Er ist daher nicht so empfindlich wie die dazugehörigen Öle und daher auch länger haltbar. Wenn Sie den Ölkuchen kühl und dunkel lagern, können Sie ihn bis zu einem Jahr aufbewahren. Nach einem Jahr sollten Sie vor der Verwendung eine kleine Menge kosten. Schmeckt der Ölkuchen dann noch nicht ranzig, dann können Sie ihn auch weiterhin verwenden.
      Viele Grüße von dem Kanow-Mühlen-Team

  2. Wir haben letztens Leinsamenölkuchen bei Ihnen gekauft. Das Lizza-Rezept werden wir auf jeden Fall probieren. Aber haben Sie Tipps für mich zum Brotbacken mit Leinsamenölkuchen? Wie lange vorher und mit wieviel Wasser sollte ich den Kuchen vorquellen? Kann ich jedes andere Brotrezept (glutenfrei) damit backen?

    Liebe Grüße
    Gudrun Ihde

    • Hallo Frau Ihde,
      der Leinsamen-Ölkuchen eignet sich wirklich hervorragend zum Brotbacken, da haben Sie recht. Problemlos können Sie etwa 10 % des üblichen Mehls durch den Leinsamen-Ölkuchen ersetzen. Möchten Sie mehr Ölkuchen als diese 10 % verwenden, sollten Sie das Teiggemisch mindestens 1 Stunde quellen lassen und entsprechend des Bedarfs immer Wasser hinzugeben, damit das Teiggemisch nicht zu fest wird. Auf diese Weise können Sie nahezu alles backen – vom Brot- bis zum Kuchenteig.
      Viel Erfolg und viele Grüße,
      das Team der Kanow Mühle

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